Anschreiben, Rahmen DIN 5008
Eine Seite, formaler Briefaufbau, namentliche Anrede. Die DIN 5008 ist dabei die Orientierung für Ränder und Abstände — verbindlich ist sie nicht, üblich schon.
Ein Anschreiben ist ein formaler Geschäftsbrief von maximal einer DIN-A4-Seite, der begründet, warum du dich auf genau diese Stelle bewirbst — es ergänzt den Lebenslauf, statt ihn nachzuerzählen. Rund 250–400 Wörter in drei bis vier Absätzen, aufgebaut nach der DIN 5008 als Orientierung: Mehr Rahmen gibt es nicht, und mehr braucht es auch nicht.
Eine Seite, die begründet — nicht wiederholt
Ein Anschreiben besteht aus Briefkopf, Betreff, Anrede, Einleitung, Hauptteil und Schluss — mit Grußformel und Unterschrift am Ende. Oben stehen Absender und Empfänger, darunter das Datum rechtsbündig; ganz unten folgt der Anlagenvermerk, wenn Unterlagen mitgehen. Diese Folge ist keine Geschmacksfrage, sondern die Form, in der Geschäftsbriefe hierzulande gelesen werden.
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Absender und Empfänger — deine Kontaktdaten oben, darunter Firma und Ansprechperson, rechts daneben das Datum
Der exakte Jobtitel aus der Anzeige, hervorgehoben gesetzt — ohne das Wort „Betreff“ und ohne Schlusspunkt
Nach der namentlichen Anrede der stärkste Grund, warum du zu genau dieser Stelle passt
Deine Qualifikationen an konkreten Beispielen belegt — und der Bezug zu diesem Unternehmen
Eintrittstermin, auf Nachfrage die Gehaltsvorstellung und der Gesprächswunsch im Indikativ
DIN 5008 ist eine Empfehlung, keine Pflicht. Die Norm beschreibt, wie Geschäftsbriefe einheitlich gestaltet werden — sie gibt dir eine bewährte Orientierung für Ränder, Abstände und Aufbau. Wer sich daran hält, wirkt routiniert, ist dazu aber nicht verpflichtet.
Der Betreff steht zwei Zeilen unter dem Datum und nennt den exakten Jobtitel aus der Anzeige, samt Kennziffer, wenn es eine gibt. Das Wort „Betreff“ schreibt man nicht mehr davor, und einen Schlusspunkt bekommt die Zeile ebenfalls nicht. Gesetzt wird sie fett und 13–15 pt, also zwei bis vier Punkt größer als der Fließtext; danach folgen mindestens zwei Leerzeilen bis zur Anrede. Bei mehreren offenen Stellen ist diese Zeile die einzige Zuordnung, die der Empfänger hat.
Die Anrede gehört einer konkreten Person: „Sehr geehrte Frau Meyer,“ ist der Normalfall, „Sehr geehrte Damen und Herren“ die Ausweichlösung für den Fall, dass die Recherche wirklich nichts hergibt. Nach der Anrede steht ein Komma, und das erste Wort des Briefes wird kleingeschrieben — eine Kleinigkeit, die überraschend oft falsch gemacht wird. Ob du siezt oder duzt, entscheidet nicht dein Geschmack, sondern die Stellenanzeige: Wer dort geduzt wird, duzt zurück.
Das Gerüst steht — jetzt geht es um den Text darin. Drei Absätze, drei Aufgaben: Der erste muss zum Weiterlesen bringen, der zweite belegen, der dritte den nächsten Schritt anbieten.
Ein Anschreiben beginnt nicht mit „Hiermit bewerbe ich mich“ — das steht schon im Betreff. Es beginnt mit dem stärksten Grund, warum du zur Stelle passt. Das kann eine Fachqualifikation sein, die in der Anzeige an erster Stelle steht, ein Projekt, das genau das Problem gelöst hat, um das es hier geht, oder ein echter, benennbarer Bezug zum Unternehmen. Der erste Satz ist der einzige, den mit Sicherheit jeder liest — er gehört deinem besten Argument und nicht der Höflichkeitsformel.
Im Hauptteil zeigst du an zwei bis drei Beispielen, dass du kannst, was gesucht wird. Der Unterschied zwischen einem austauschbaren und einem starken Anschreiben liegt fast immer hier: Nicht „ich arbeite strukturiert“, sondern die Station, das Ergebnis und wenn möglich eine Zahl, die die Größenordnung zeigt. Dazu kommt der Bezug zum Unternehmen — was dort gerade passiert, warum es dich interessiert, was du beitragen kannst. Ein fehlender Unternehmensbezug ist ein häufiger Absagegrund — und zugleich der am leichtesten vermeidbare. Dreh dabei die Perspektive um: Nicht was du möchtest, sondern was das Unternehmen davon hat.
Der Schlussteil ist kurz: zwei bis vier Sätze, in denen der Eintrittstermin steht, auf Nachfrage die Gehaltsvorstellung und der Wunsch nach einem Gespräch. Entscheidend ist die Form dieses letzten Satzes. „Über eine Einladung würde ich mich freuen“ schwächt im Konjunktiv ab, was selbstbewusst gemeint war; „Ich freue mich auf das Gespräch“ sagt dasselbe im Indikativ und klingt wie jemand, der weiß, was er kann. Auf eine Vorab-Danksagung verzichtest du besser — bedankt wird sich, wenn es etwas zu bedanken gibt.
Wenn die Einladung kommt: das Gespräch vorbereitenFloskeln sind nicht deshalb schlecht, weil sie falsch wären — sie sind schlecht, weil jeder sie schreiben kann. Diese sechs Einstiege liest ein Personaler mehrmals täglich; wer sie streicht, gewinnt Platz für das eigene Argument.
Dasselbe Problem haben die klassischen Selbstbeschreibungen: teamfähig, dynamisch, hochmotiviert, proaktiv, Querdenker, Problemlöser. Sie kosten Zeilen und sagen nichts, weil niemand das Gegenteil über sich schreibt. Die Gegenstrategie ist immer dieselbe — Behauptung durch belegtes Beispiel ersetzen: statt „teamfähig“ die Zusammenarbeit mit zehn Kolleginnen und Kollegen an einem Projekt, statt „belastbar“ die Deadline, die gehalten wurde. Und im Schlussteil fällt mit dem Konjunktiv gleich die letzte Floskel weg.
Aus demselben Grund verbietet der Output-Vertrag der JACVault-Engine genau diese Formulierungen: keine Motivations-Floskeln, kein Einstieg mit „Ich“, keine Aussage, die dein Lebenslauf nicht deckt.
Pro Stelle ein eigenes Anschreiben — warum der Massenbrief das eigentliche Problem istDie Gehaltsvorstellung gehört nur dann ins Anschreiben, wenn die Stellenanzeige danach fragt — als Brutto-Jahresgehalt im Schlussteil. Wird nicht danach gefragt, lässt du sie weg; wird gefragt und du lässt sie trotzdem weg, riskierst du, aussortiert zu werden, weil die Angabe als Teil der Aufgabe gilt.
Das ist eine echte Geschmacksfrage, keine Regel. Eine konkrete — gern krumme — Zahl wirkt vorbereitet und selbstbewusst: Wer 54.800 Euro nennt, hat offensichtlich gerechnet. Eine Spanne signalisiert dagegen Verhandlungsbereitschaft und hält die Tür weiter auf. Beides ist üblich, entscheidend ist die Form: ein Brutto-Jahresgehalt, keine Monatsangabe, kein Nettobetrag, und Zusatzleistungen werden nicht einzeln aufgedröselt, sondern in die eine Zahl eingerechnet. Im Lebenslauf hat das Thema übrigens nichts zu suchen — dort gehört eine Gehaltsangabe nie hinein.
Wie du deine Zahl herleitest — und später verhandelstDein frühestmöglicher Start ergibt sich aus deiner Kündigungsfrist. Der gesetzliche Standard sind vier Wochen zum 15. oder zum Ende eines Kalendermonats; Arbeitsverträge verlängern das häufig, gerade in Fach- und Führungsrollen — schau nach, bevor du ein Datum nennst. Und nenne eines: Ein konkretes Datum liest sich professionell und ehrlich, „zum nächstmöglichen Zeitpunkt“ ist nur die richtige Wahl, wenn du wirklich sofort verfügbar bist. Die eigene Frist zu kurz anzugeben, fällt spätestens im Gespräch auf.
Ein paar Größen aus der DIN 5008 sorgen für den aufgeräumten Eindruck, den Arbeitgeber erwarten — vor allem der klar gesetzte Betreff und der ruhige Abstand zur Anrede.
Alle Maße dieser Seite an einer Stelle — zum Danebenlegen, während du schreibst. Jeder Wert steht so auch im Fließtext; hier fehlt nur die Begründung.
Werte aus DACH-Ratgebern und der DIN 5008, Stand August 2026 · die Norm ist eine Empfehlung
Der Text bleibt bei 250–400 Wörtern in drei bis vier Absätzen und wird linksbündig gesetzt, nicht im Blocksatz — der Flatterrand vermeidet die Löcher, die der Blocksatz zwischen die Wörter reißt. Für den Fließtext sind 11–12 pt üblich, ein Zeilenabstand von 1–1,5 und höchstens zwei Schriftarten, dieselben wie im Lebenslauf. Beim Satzspiegel gibt die Norm konkrete Werte vor: links 2,5 cm, rechts 2 cm, oben 4,5 cm und unten 2,5 cm. Das Anschriftfeld ist 8,5 cm breit und neun Zeilen hoch, und dieses Maß hat einen praktischen Grund — es passt exakt in das Sichtfenster eines Briefumschlags.
Den Rhythmus des Briefes machen die Leerzeilen: eine zwischen Anrede und Text, eine zwischen Text und Grußformel und drei Leerzeilen zwischen Grußformel und deinem Namen — der Platz für die Unterschrift. Die Grußformel selbst lautet „Mit freundlichen Grüßen“, und danach steht kein Komma — an solchen Kleinigkeiten sieht man, ob jemand schon einmal einen Geschäftsbrief geschrieben hat.
In Österreich heißt das Anschreiben meist Bewerbungsschreiben, in der Schweiz Motivationsschreiben — und die Lohnvorstellung nennt man dort nur, wenn sie verlangt wird, in Franken als Jahresbrutto. Der Aufbau ähnelt sich in allen drei Ländern; die Unterschiede stecken in Begriffen, Ton und Gehaltsfrage.
Eine Seite, formaler Briefaufbau, namentliche Anrede. Die DIN 5008 ist dabei die Orientierung für Ränder und Abstände — verbindlich ist sie nicht, üblich schon.
Die amtliche Stelle oesterreich.gv.at nennt es Bewerbungsschreiben und verwendet den Begriff Motivationsschreiben synonym; Jobportale trennen beide dagegen. Die Grauzone ist real — richte dich nach der Anzeige. Seit 2011 muss jedes Inserat nach dem Gleichbehandlungsgesetz das Mindestentgelt nennen, an dem sich deine Gehaltsvorstellung kalibriert.
Hier heißt der Brief Motivations- oder Begleitschreiben, der Ton ist bescheiden-sachlich, ohne Superlative. Der Saläranspruch kommt nur auf Verlangen hinein, als Jahresbrutto in Franken; das Pensum wird in Prozent angegeben. Schweizer Rechtschreibung ist Pflicht: kein ß, und die Grußformel lautet „Freundliche Grüsse“.
In Deutschland sind das zwei verschiedene Dokumente. Das Anschreiben gehört in jede Bewerbung; das Motivationsschreiben ist ein eigenes, optionales Blatt — die sogenannte dritte Seite —, das die persönlichen Beweggründe vertieft und vor allem bei Studien-, Stipendien- und Initiativbewerbungen verlangt wird. In Ausnahmefällen darf es zwei Seiten lang sein. Wer sich nach Österreich oder in die Schweiz bewirbt, sollte die Begriffe der Anzeige übernehmen, statt auf der deutschen Trennung zu bestehen.
Deutsch oder Englisch? Die Sprache des Anschreibens folgt der AnzeigeZwei Befunde stehen nebeneinander, und beide sind echt. Umfragen unter Personalern zeigen seit Jahren dasselbe Bild: Die klare Mehrheit erwartet ein Anschreiben.
Die Gegenbewegung ist genauso real. In einer Umfrage unter 700 Führungskräften des Personaldienstleisters Robert Half gab jeder Vierte an, gar keine Zeit zum Lesen zu haben, und rund die Hälfte hält Anschreiben für zu subjektiv, um viel daraus abzuleiten. Der Recruiting-Anbieter softgarden ermittelte 2020, dass für 43,8 Prozent der Bewerber der Wegfall des Anschreibens die Wahrscheinlichkeit erhöht, sich überhaupt zu bewerben — und empfiehlt Arbeitgebern seither den Verzicht. Einzelne Großunternehmen wie die Deutsche Bahn oder Adidas haben ihn längst vollzogen.
Das ehrliche Fazit ist kurz: Verlangt die Anzeige ein Anschreiben oder hat das Bewerbungsformular ein Feld dafür, entscheidet es mit — wer es dann weglässt, riskiert die Absage. Steht dort ausdrücklich „optional“, ist es eine echte Abwägung; ein gutes Anschreiben nützt dann, ein pflichtschuldig heruntergeschriebenes schadet eher. Wie groß der Anteil der Stellen mit Anschreiben-Pflicht insgesamt ist, lässt sich seriös nicht beziffern — deshalb steht hier keine Zahl.
Dass Bewerber KI einsetzen, ist längst Normalität: Laut einer softgarden-Studie nutzten 2023 rund 19 Prozent sie fürs Anschreiben, weitere 41,6 Prozent konnten es sich vorstellen — seither hat sich der Anteil vervielfacht. Recruiter überschätzen dabei ihre Fähigkeit, KI-Texte zu erkennen, deutlich; in Tests liegen sie regelmäßig daneben. Was tatsächlich auffliegt, sind nicht KI-Texte an sich, sondern generische: Floskeln, glatt polierte Austauschbarkeit, kein erkennbarer Bezug zur Stelle. Das Problem war nie das Werkzeug, sondern der Massenbrief — und der ging auch ohne KI schon schief.
KI-Anschreiben vs. ChatGPT-Massenbrief — wo der Unterschied liegtAnschreiben und Lebenslauf gehören zusammen — und das soll man sehen. Dieselbe Schrift, dieselben Ränder, dieselben Abstände: Ein stimmiges Set wirkt professionell, ein zusammengewürfeltes nachlässig. Der Ton bleibt dabei durchgehend formal und sachlich, ohne steif zu sein. Es geht nicht um Effekt, sondern um Klarheit.
Zwei Dokumente, eine Handschrift
JACVault schreibt das Anschreiben nicht getrennt von allem anderen. Dieselben Fakten aus deinem Profil, die die Stationstexte und das Kurzprofil im Lebenslauf tragen, tragen auch den Brief — nur persönlicher erzählt und auf die konkrete Stelle bezogen. Layout und Schrift kommen aus demselben Template wie der Lebenslauf; ein zweites Template fürs Anschreiben gibt es nicht. Und die Floskeln aus dem Abschnitt weiter oben sind der Engine schlicht verboten.
Zum Anschreiben-GeneratorWas rund um Aufbau, Länge und Formulierung des Anschreibens am häufigsten gefragt wird — kurz und ehrlich beantwortet.
Maximal eine DIN-A4-Seite — diese Grenze ist hart. In der Praxis sind das rund 250 bis 400 Wörter in drei bis vier Absätzen, linksbündig gesetzt. Wer auf eine zweite Seite rutscht, hat meist den Lebenslauf nacherzählt, statt ihn zu ergänzen.
In den meisten Fällen ja. Umfragen unter Personalern zeigen seit Jahren, dass die klare Mehrheit eines erwartet, und viele Anzeigen verlangen es bis heute ausdrücklich. Gleichzeitig verzichten einzelne Konzerne darauf. Verlangt die Anzeige eines oder hat das Formular ein Feld dafür, entscheidet es mit.
Mit dem stärksten Grund, warum du zur Stelle passt. „Hiermit bewerbe ich mich“ steht bereits im Betreff und verschenkt den wichtigsten Satz des Briefes. Ein guter Einstieg nennt im ersten Satz eine konkrete Qualifikation oder einen belegbaren Bezug zum Unternehmen, ohne Anlauf.
Nur dann, wenn die Stellenanzeige danach fragt. In diesem Fall nennst du sie im Schlussteil als Brutto-Jahresgehalt, nicht als Monats- oder Nettobetrag, und dröselst keine Zusatzleistungen auf. Ob feste Zahl oder Spanne, ist Geschmackssache: Die Zahl wirkt vorbereitet, die Spanne verhandlungsbereit.
Dann ist „Sehr geehrte Damen und Herren“ die richtige Ausweichlösung — aber erst, wenn du wirklich gesucht hast. Ansprechpersonen stehen oft in der Anzeige, im Impressum oder auf der Karriereseite. Nach der Anrede folgt ein Komma, und das erste Wort danach wird kleingeschrieben.
Nein. DIN 5008 ist eine Empfehlung für die einheitliche Gestaltung von Geschäftsbriefen, keine Vorschrift. Sie gibt dir eine bewährte Orientierung für Ränder, Abstände und Aufbau — abweichen ist erlaubt. In der Praxis lohnt es sich trotzdem, weil das Ergebnis routiniert und aufgeräumt wirkt.
Vorgeschrieben ist es nicht, üblich schon. Unter dem Schlussabsatz steht „Mit freundlichen Grüßen“ ohne Komma danach, dann folgen drei Leerzeilen für die Unterschrift und darunter dein ausgeschriebener Name. In der digitalen Fassung setzt du die eingescannte Unterschrift ein.
In Deutschland sind das zwei Dokumente. Das Anschreiben gehört in jede Bewerbung, das Motivationsschreiben ist die optionale dritte Seite, die persönliche Beweggründe vertieft — üblich bei Studien- und Stipendienbewerbungen. In Österreich werden beide Begriffe oft synonym gebraucht, in der Schweiz heißt das Anschreiben selbst Motivationsschreiben.
Allgemeine Information, keine Rechtsberatung
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